Donnerstag, 25. Juni 2009

Wie alles begann...

Meine aquaristische Laufbahn nahm an einem Tag im Mai 1990 ihren Anfang.
Dieser Tag war erst mal nichts Besonderes - außer, dass es mein Geburtstag war. Aber das war ja in den Jahren zuvor auch so gewesen...
Das Besondere an diesem Geburtstag war ein “folgenschweres” Geschenk, welches mir meine Schwester und mein Cousin mit kindlicher Vorfreude in meinem Jugendzimmer platziert hatten:
Ein Goldfischglas (ich weiß, das ist aus tierschutzrechtlicher Sicht abzulehnen und widerspricht dem Gutachten "Mindestanforderungen für die Haltung von Zierfischen") mit zwei jungen Goldfische. Wobei “gold” reichlich übertrieben ist. Diese Tiere färben sich erst nach ca. einem Jahr um - teilweise gibt es Angaben, die von zwei Jahren sprechen, weshalb meine erst wenige Zentimeter große Exemplare eher “Braunfische” waren.
Das trübe, braune Wasser wurde von einem kleinen Sprudelstein bewegt und neben dem Glas stand ein Döschen Fischfutter. Dieses verriet, dass auch Fische anwesend sein mussten. Erst nachdem sich die Schwebeteilchen im Wasser des frisch hergerichteten Behälters etwas abgesetzt hatten, konnte ich die beiden Fische entdecken. Welch eine Freude!
Mein Dank gilt meiner Schwester Steffi und meinem Cousin Daniel, die so den Grundstein für ein Hobby legten, dass mich hoffentlich ein Leben lang begeistern wird. Ich gebe zu: Das ein oder andere Mal, wenn ich wieder tagelang eimerweise Wasser, Sand, Kies oder sonstige schwere Sachen herum trage, habe ich die beiden schon verflucht... ;-)

Die Goldfische bezogen im selben Jahr noch einen “Balkonteich”, der aus einem Mörtelkübel hergerichtet wurde, im Winter dann ein kleines Aquarium - mein erstes, welches ich noch heute besitze. Später hatte ich das Glück, einen kleinen Gartenteich für die inzwischen 4 Goldfische herzurichten. Nach einem Umzug mussten die mittlerweile gut herangewachsene Fische zurück in ein Aquarium, was natürlich keine Dauerlösung war. Im großen Gartenteich einer Freundin fanden meine Goldfische dann eine artgerechte Bleibe, was mich ein bisschen darüber hinweg tröstete, dass ich diese meinen langjährigen Begleitern nicht bieten konnte.

Mit der Pflege von sogenannten tropischen Zierfischen begann ich nicht lange nach Einzug der Goldfische. So genau kann ich es nicht mal mehr sagen, aber es muss wohl 1991 gewesen sein. Meine ersten tropischen Wasserbewohner waren Sumatrabarben, Barbus tetrazona, inzwischen als Puntius tetrazona bezeichnet, welche lange Jahre meine Lieblingsfische waren. Noch heute bin ich ein großer Fan dieser sehr interessanten Tiere.

Es kamen immer mehr Becken hinzu. Erste Erfahrung sammelte ich mit Siamesischen Kampffischen, Betta splendens, Zebrabärblingen, Danio rerio (früher Brachydanio rerio), Kardinalfischen, Tanichthys albonubes und Ancistrus sp.

Inzwischen betreibe ich seit Jahren eine Beckenanzahl, die mindestens zweistellig ist...

Zu dem schuppigen Gesellen kamen im Laufe der Zeit Wirbellose Tiere hinzu. Neben Garnelen, die ich nun nonstop seit etwa 2000 pflege, fanden nach und nach auch Krebse und allerlei hübsche Schnecken den Weg in meine Becken.

Zu den einzelnen von mir gepflegten Arten werde ich in gesonderten Berichten näher eingehen und auch einige meiner zahlreichen Erfahrungen rund um die Aquaristik möchte ich hier in unterschiedlichen Beiträgen aufzeichnen. Ich hoffe, dem einen oder der anderen Aquarianer/in damit Ideen, Denkanstöße oder einfach Lust an diesem Hobby zu vermitteln.

Viele Grüße und allzeit nasse Hände, yvonne

Kommentare:

  1. Hallo Yvonne!

    Interessante Story! Lustig, welche Wege sich einem manchmal auftun, ganz unverhofft! Bei den allzeit nassen Händen musste ich lachen, meine sind nun auch des öfteren nass ;)

    Bei mir lief der Weg zur Aquaristik so ab: Ich schenkte mir kurz vor der letzten Weihnacht einen KOSMOS-Experimentierkasten für Triopse und ärgerte mich dann über das, meiner Meinung nach, viel zu kleine Plastikbecken. Dann kaufte ich mir einen Nano-Cube, merkte, dass bei dieser Form eines Beckens die Bodenfläche für die wühlenden Krebse zu klein ist und kaufte mir dann ein Becken von 40x25x25 cm. Anschliessend kamen Sand und destilliertes Wasser rein. Bei den gekauften Pflanzen waren Wasserschnecken dabei – und ab da ging es los! Mit der Triopszucht hab ich bis heute nicht angefangen ;)

    Lieber Gruss
    Anne

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Anne,

    ja, so läuft das manchmal ;-)
    Man fängt irgend etwas kleines an und dann kommt ein Stein ins Rollen - ach, was sag ich: eine Lawine :-)) Ich freue mich, dass das schönste Hobby der Welt eine weitere Anhängerin gefunden hat und dir wünsche ich viel Erfolg und ganz viele interessante Erlebnisse.
    Das mit der Triospzucht ist witzig. Vielleicht klappt es ja doch irgendwann mal. Wenn nicht, ist das wohl nicht tragisch. Ich habe auch haufenweise "liegengebliebene Projekte" - die halten das Ganze in nicht unerheblicher Weise am Laufen ;-)

    Viele Grüße, yvonne

    AntwortenLöschen